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Index
- Einleitung
- Wann ist die beste Zeit?
- Was braucht man?
- Vorbereitungen treffen
- Wie beobachtet man?
- Anfüttern?
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Füchse beobachten
Einleitung
Wie schon erwähnt beobachte ich wildlebende Füchse und möchte Interessierten
hier ein paar Tipps mit auf den Weg geben.
Zunächst ein paar grundsätzliche “Regeln“: Das wichtigste ist der Respekt
gegenüber Natur und Tier. Als Naturfreund sollte man sich im Wald so unauffällig
wie möglich verhalten, um das Wild nicht zu verschrecken. Absolut selbstverständlich
sollte sein, dass man keinen Müll im Wald “verliert“ und die Bäume und
Pflanzen nicht schädigt. Man muss nicht abseits von Wegen gehen, um Füchse zu
sehen. Besonders gut geeignet sind in der Regel Lichtungen oder Felder. Durch
seine Beobachtungen sollte man die Tiere nicht stören: Wenn man z. B. das Glück
hat einen Fuchsbau zu entdecken, an dem Fuchswelpen spielen sollte man sich
niemals dazu verleiten lassen, näher heran zu gehen. Man würde nicht nur aller
Wahrscheinlichkeit nach die Füchse zur Flucht in den Bau anregen, sondern sie
vielleicht sogar dazu bringen, auf Dauer aus dem Bau auszuziehen, weil er für
sie nun unsicher erscheint.
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Wann ist die beste Zeit?
Füchse sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. In Jagdfreien, sehr
ruhigen Gebieten sind sie gelegentlich auch tagsüber aktiv. Normalerweise dösen
sie aber tagsüber und zwar nicht im Bau, sondern oft in der Sonne, irgendwo
geschützt in Feldern oder Wiesen. Jedenfalls ist nach meinen Erfahrungen die Dämmerungszeit
am besten geeignet, weil wir Menschen da auch noch recht gut sehen können.
Nachts wird es oft sehr schwer zu erkennen, was für ein Tier sich da vor einem
befindet. Wer ein Nachtsichtgerät besitzt hat da schon mehr Möglichkeiten,
aber generell sollte man sich nachts nicht im Wald aufhalten. Es gibt sogar ein
Gesetz dafür! Außerdem könnte ein Jäger einen für Wild halten und erschießen.
Nicht lachen! Das ist alles schon oft genug passiert.
Füchse sind echte Gewohnheitstiere und gehen jeden Tag die gleiche Strecke, um
ihr Revier abzustecken. Wenn man einen Fuchs sieht, schadet es sicher nicht, Ort
und Zeit zu notieren. Es ist gut möglich, dass der gleiche Fuchs am nächsten
Tag etwa um die gleiche Uhrzeit wieder am gleichen Ort auftaucht.
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Was braucht man?
Besonders wichtig ist geräuscharme Kleidung. Möglichst keine
synthetischen Materialien! Diese knistern zu sehr beim Bewegen und sind beim
Laufen erst richtig laut. Denkt dran, ihr seid in der schönen Stille des
Waldes! Ein lautes Wort oder falsche Kleidung kann bereits alle Tiere verjagen.
Besser noch, wenn die Kleidung in Tarnfarbe ist. Was man dann noch unbedingt
braucht ist Geduld, sehr viel Geduld. Obwohl es eigentlich nie langweilig wird.
Ich sitze abends etwa 2 Stunden auf “meinem“ Feld. Bis jetzt habe ich immer
irgendein Tier beobachten können. Egal ob Rehkitz, Hirsch, Hasen, Kaninchen,
Eichhörnchen, Mäuse usw., irgendein Tier ist eigentlich immer da - nur eben
leider nicht immer ein Fuchs. Man braucht kein Nachtsichtgerät, ich selbst habe
auch keines. Allerdings ist ein gutes Fernglas eine tolle Sache. 8-fache Vergrößerung
reicht meistens aus. Eine größere ist für die Dämmerung vorteilhaft, weil so
mehr Licht in das Fernglas fallen kann. Ich benutze ein8x – 24x 50
Zoom-Fernglas, welches meiner Ansicht nach perfekt geeignet ist. Eine leichte
Sitzgelegenheit sollte man mitnehmen. Dafür bieten sich Alu-Dreibeinhocker
besonders an.
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Vorbereitungen treffen!
Es ist sinnvoll, sich vor einer Exkursion mit einfachem Wasser zu
duschen/baden (ohne Duschgel oder Badeschaum). Warum? Ganz einfach: Ein Fuchs würde
vermutlich sagen, dass Menschen enorm riechen! Der normale Körpergeruch eines
Menschen ist stark genug, um einem Fuchs schon von Weitem zu warnen, so dass er
flüchtet. Noch schlimmer wird es mit Parfüm, Deo und dergleichen. Duftstoffe,
die auch in Seifen, Duschgels, Waschmitteln für die Kleidung etc. enthalten
sind, sollte man möglichst nicht am Körper tragen, wenn man Füchse beobachten
möchte. Daher ist diese Maßnahme empfehlenswert.
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Wie beobachtet man?
Man beginnt an einem Feld oder einer Lichtung. Dort sucht man sich (am
besten eine halbe Stunde vor Dämmerung) einen Platz, von dem aus man einen
guten Überblick hat und setzt sich dort hin. Das Einnehmen des
Beobachtungspostens sollte bereits möglichst leise geschehen, also nicht mit
dem Stuhl klappern, laut reden und so weiter. Außerdem sollte man das Gebiet
schon einmal bei Tageslicht erkundet haben, damit man sich auch in der
Dunkelheit zurechtfindet. Bei der Auswahl des Beobachtungspunktes sollte man
darauf achten, dass man selbst nicht im Freien sitzt, sondern zwischen Bäumen
oder Büschen, da Füchse sonst die Menschlichen Umrisse erkennen würden. Dann
heißt es warten und Glück haben. Wenn man einen Fuchs sieht, sollte man sich
merken, von wo er kam, wohin er ging etc. und diese Daten (später) notieren. Im
Idealfall kann man die Daten so an einem anderen Tag einen anderen Standort wählen
und näher an den Fuchs kommen, oder sogar seinen täglichen Revierrundgang
rekonstruieren und seinen Bau (oder mehrere) und seinen Tagesschlafplatz finden.
Aber hier noch mal zur Erinnerung: Wenn man solche Plätze findet, sollte man
sich dort nicht lange aufhalten und die Tiere nicht stören. Schon gar nicht
sollte man auf die Idee kommen, andere Leute an solche Stellen zu führen, auch
nicht bei Tag!
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Anfüttern?
In manchen Quellen wird dazu geraten, den Tieren Futter auf ihre oft
benutzten Stecken zu legen oder sie sogar regelmäßig zu füttern, um sie länger
beobachten zu können. Davon rate ich strengstens ab! Ein anfüttern von Füchsen
ist ein erheblicher Eingriff in deren Leben. Wenn man den Füchsen auf diese
Weise Nahrung verschafft, kann das auch weitreichende Folgen haben: Wenn man zu
viel Füttert kann im Extremfall durch das erhöhte Nahrungsangebot lokal die
Anzahl der Füchse im Revier ansteigen (Geburtenkontrolle). Abgesehen davon hält
man die Füchse durch das Futter länger an einem Ort und bringt sie dazu,
diesen Ort öfter zu besuchen, wodurch sie auch evtl. ein leichteres Ziel für Jäger
werden.
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Ó Daniel Peller